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Die Präsenzlehre an der Universität zu Köln ist zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) weiterhin nur unter Einhaltung der jeweils gängigen Hygiene- und Corona-Schutz-Maßnahmen erlaubt. 

Im Wintersemester 2021/2022 werden wir unsere Formate weiterhin digital durchführen.  Diese Vorgehensweise gibt allen Beteiligten und Interessierten an unserem Angebot die größtmögliche Planungssicherheit. Diese Aussage treffen wir jedoch ausschließlich für unsere Formate. Unabhängig von unseren Formaten wird es im Fachstudium an der Universität zu Köln unter Hygiene-Auflagen Präsenzveranstaltungen geben.

Allgemeine Informationen des ProfessionalCenters zum Umgang mit der aktuellen Situation finden Sie auf der Info-Seite des ProfessionalCenters zum Corona-Virus.

Allgemeine Informationen des Rektorats zum Umgang mit der aktuellen Situation finden Sie auf der Info-Seite der Universität zu Köln zum Corona-Virus.

Ringvorlesung: Gegenwart verstehen - Zukunft gestalten!

Wohin soll die Reise gehen? Die aktuellen Ergebnisse hinsichtlich des Klimas in und auf unserer Welt sind alarmierend: 1,5 Grad seien laut IPCC-Report (Intergovernmental Panel on Climate Change) nur schwer einzuhalten. Überflutungen, Waldbrände, Extremwetterereignisse wie Starkregen oder Dürre und Hitzewellen bestätigen, wovor Klimaforscher:innen seit Jahrzehnten warnen.
Gleichzeitig verschärft sich die Bedrohungslage, die von rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Angriffen ausgeht. Die Popularisierung und Radikalisierung von Positionen, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit propagieren und instrumentalisieren, zeigt auf, wie groß die Herausforderungen unserer Zeit sind. Die Pressefreiheit in Deutschland wurde in diesem Jahr zum ersten Mal nicht mehr als „gut“ bewertet, so urteilt der Verband „Reporter ohne Grenzen“. Weltweite Proteste gegen den Klimawandel, für Rede- und Pressefreiheit oder die LGBQ Bewegung zeigen den Drang nach konkreten Maßnahmen.
Um Zukunft zu gestalten, hilft es, die Gegenwart zu verstehen. Untersuchungen zu existentiellen Gefahren für die Menschheit sind bislang eine Seltenheit – doch wird die Notwendigkeit für solche immer größer. Welchen Beitrag kann Zukunftsforschung leisten, um die akuten Herausforderungen einzuschätzen? Wie steht es um unsere Gesellschaft aber auch um die Erde im globalen Kontext? Neben der Analyse und Bewertung von technologischen und gesellschaftlichen Trends und Treibern soll in der Vorlesungsreihe beleuchtet werden,wie digitale Transformation genutzt werden kann, damit sie nachhaltig und klimaneutral ist. Außerdem gehen wir folgenden Fragen nach: Was sind partizipative Methoden zur Entwicklung von Zukunftskompetenzen und robusten Zukunftsstrategien? Was benennen die SDG’s - UN Sustainable Development Goals der Agenda 2030? Wie können wir unsere Zukunft auf dem Hintergrund von Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung ausrichten, um diese Ziele zu erreichen und Verantwortung für das Fortbestehen der Menschheit zu sichern? Wie kann es aussehen, eine zukunftsfähige Welt und Gesellschaft mitzugestalten? Wie wollen wir leben? Wer wollen wir sein?

Wir laden Sie dazu ein, die Herausforderungen unserer Zeit und unserer gemeinsamen Zukunft mit Expert:innen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur in interdisziplinären Vorträgen zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Studierende aller Fakultäten sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen!


Wissenschaftliche Leitung der Ringvorlesung:
Prof. Dr. Michael Schemmann, wissenschaftliche Leitung des ProfessionalCenters der Universität zu Köln

Koordination:
Maren Mardink, ProfessionalCenter

In Kooperation mit
 

Informationen zur Anmeldung

 

Veranstaltungsübersicht


Die Ringvorlesung findet im Zeitraum vom 19.10.2021 bis 01.02.2022 immer Dienstags von 17:45 - 19:15 Uhr, online via Zoom statt.

Die Prüfungsleistung ist eine 60-minütige online Multiple-Choice Klausur am 01.02.2022.

  • Zeitraum Prüfungsanmeldung: 20.12.2021 ab 00:00 Uhr bis 25.01.2022 um 23:55 Uhr
  • Die Abmeldung von der Klausur ist bis zum 25.01.2022 um 23:55 Uhr möglich.

Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie demnächst hier auf dieser Seite.

 

19.10.2021 | 17:45 - 19:15 Uhr
Ungewisse Zukunft. Die Zukunftsforschung gibt Orientierung

Globale Probleme, krisenhafte Überraschungen und die wachsende Dynamik und Volatilität von Entwicklungen stellen Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft vor massive Herausforderungen. In dieser von Ungewissheiten geprägten Situation gibt die Zukunftsforschung Orientierungen.
In der Vorlesung werden grundlegende Konzepte und die wichtigsten Methoden der Zukunftsforschung dargestellt und nach ihrer Leistungsfähigkeit angesichts der aktuellen Herausforderungen befragt. Was kann die Zukunftsforschung zur Entwicklung von nachhaltigen und robusten Zukunftsstrategien beitragen? Wo liegen Schwierigkeiten, Denkbarrieren und Umsetzungshindernisse? Welche Chancen bietet die Zukunftsforschung für eine partizipative Zukunftsgestaltung?


Dr. Karlheinz Steinmüller, Diplomphysiker, Philosoph und Wissenschaftlicher Direktor

26.10.2021 | 17:45 - 19:15 Uhr
Die Zukunft als soziale Tatsache verstehen. Soziologische Perspektiven auf Erwartungen, Hoffnungen und Zukunftsvorstellungen.

Soziologische Forschung begreift Zukunftsvorstellungen zunehmend als wichtige Erklärungsfaktor um soziale Realitäten zu verstehen. Gesellschaftliches Handeln wird nicht nur durch Erfahrungen und Strukturen aus der Vergangenheit oder die gegenwärtige Situation geprägt; es wird immer auch bestimmt durch die Zukünfte, die Menschen erhoffen, befürchten oder für wahrscheinlich halten. Der Vortrag gibt einen Überblick, wie sich soziologische Forschung, die sich empirisch mit Zukunftsvorstellungen auseinander setzt seit den 1950er Jahren entwickelt hat und zeigt, wie sich Themen, Methoden und Zugänge verändert und diversifiziert haben.


Dr. Lisa Suckert, Max-Planck-Institut, Köln

02.11.2021 | 17:45 - 19:15 Uhr
Digitalisierung - Handicap oder Treiber für Nachhaltigkeit?

Wir leben im digitalen Zeitalter – unser Alltag ist geprägt von Sensoren, Bildschirmen und mehr oder weniger "smarten" Geräten. An vielen Punkten ist das hilfreich, oft notwendig und teilweise überlebenswichtig geworden. Während Wirtschaft und Politik die Unabdingbarkeit der Digitalisierung betonen, wird selten der Preis unserer Digitalisierung auf Ebene ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit thematisiert. Zwischen diesen beiden Polen - Nachhaltigkeit und Digitalisierung - liegt ein komplexes Spannungsfeld.

Einerseits erzeugt Digitalisierung immense Nachhaltigkeitsdefizite wie etwa beim Energieverbrauch oder dem Rohstoffabbau. Andererseits hilft Digitalisierung dabei Nachhaltigkeitsebenen zu erreichen, die ohne digitale Technologien nicht erreichbar wären (Energiewende). Auch die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Digitalisierung ein großes Nachhaltigkeitspotenzial besitzt. Das bedeutet, dass die Digitalisierung Lenkung braucht! Ziel muss sein, die Chancen zu nutzen und die Risiken zu minimieren. 

Wie das gelingt wird Thema dieses Vortrags sein.


Felix Sühlmann-Faul, Freier Techniksoziologe, Speaker, Berater und Autor

16.11.2021 | 17:45 - 19:15 Uhr
Sozial-ökologische Transformation - was kann das sein?

Transformationsvorstellungen in der Degrowth-Debatte und in der Gesamtbevölkerung.

Angesichts von Klimakrise, Artensterben und Ressourcenerschöpfung vertreten mittlerweile Akteur*innen quer durch die Gesellschaft die Ansicht, dass weitreichende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen nötig sind. Aber wie können wir uns eine solche sozial-ökologische Transformation vorstellen, welchen Prinzipien kann oder muss sie folgen? Im Zentrum sozial-ökologischer Transformationsforschung steht die Analyse der materiellen sowie auch der kulturell-symbolischen Dimensionen der gesellschaftlichen Naturverhältnisse und der Möglichkeiten ihrer bewussten Veränderung.

Neben einer allgemeinen Einführung in Grundannahmen der aktuellen Transformationsdebatte in der Nachhaltigkeitsforschung und unterschiedliche idealtypische Transformationsstrategien werden die verschiedenen Vorstellungen einer Postwachstumstransformation vorgestellt, die innerhalb des Degrowth-Spektrums diskutiert werden. Darüber hinaus wird anhand empirischer Analysen von Umfragedaten gefragt, welche Vorstellungen von und Haltungen zu Transformation in unterschiedlichen Teilen der Gesamtbevölkerung verbreitet sind. Aufbauend auf einer Unterscheidung verschiedener sozial-ökologischer Mentalitäten wird die Frage diskutiert, warum die von vielen Forscher:innen für nötig gehaltene Transformation gesamtgesellschaftlich keine ungeteilte Unterstützung findet.


Dr. Dennis Eversberg, Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena
 

Organisation & Kontakt


Maren Mardink

Ringvorlesung

Kontakt
Telefon: +49 221 470-8891
E-Mail: maren.mardinkSpamProtectionuni-koeln.de


Franziska Grohsgart

Studentische Mitarbeiterin

Kontakt
Email: franziska.grohsgart@uni-koeln.de

Ringvorlesung: ringvorlesung-professionalcenter@uni-koeln.de

CareerWeek: careerweek-professionalcenter@uni-koeln.de


Moritz Hochbein

Studentischer Mitarbeiter

Kontakt
E-Mail: moritz.hochbein@uni-koeln.de

Ringvorlesung: ringvorlesung-professionalcenter@uni-koeln.de

CareerWeek: careerweek-professionalcenter@uni-koeln.de